CHOP von Craig Petty
Craig Petty

**CHOP von Craig Petty** nimmt das klassische Chop-Cup-Prinzip und verpackt es in eine deutlich modernere und alltagstauglichere Form. Genau das ist für mich die größte Stärke des Tricks: Der Effekt fühlt sich nicht nach einer typischen Zauberrequisite an, sondern kann mit ganz normalen Gegenständen präsentiert werden.
Produkttest: CHOP von Craig Petty
Nachdem ich CHOP selbst habe, war mein erster Eindruck vor allem: **Der Trick ist wirklich sehr einfach vorzuführen.** Technisch ist die Hürde niedrig, und man kann sich relativ schnell auf Präsentation und Timing konzentrieren. Gerade das macht CHOP interessant für Zauberkünstler, die einen starken Effekt suchen, ohne dafür komplizierte Griffe oder lange Übungsphasen einplanen zu müssen.
Was mir besonders gefällt, ist die Grundidee hinter dem Produkt. Craig Petty hat keinen völlig neuen Effekt erfunden, sondern einen bekannten Klassiker genommen und sehr clever umgebaut. Das Chop-Cup-Prinzip gehört seit Jahrzehnten zu den Standardeffekten der Close-up-Magie. Mit CHOP kann man dieses Prinzip aber wesentlich natürlicher präsentieren, weil man nicht zwingend einen auffälligen Spezialbecher benötigt.
Dadurch entsteht ein schöner psychologischer Vorteil: Wenn ein alltäglich wirkender Becher oder ein anderer gewöhnlicher Gegenstand verwendet wird, sieht der Zuschauer viel weniger Grund, dort die Methode zu vermuten. Der Effekt bekommt dadurch einen spontaneren Charakter.
Auch das mitgelieferte Unterrichtsmaterial ist umfangreich. Craig Petty zeigt nicht einfach nur eine einzelne Routine, sondern verschiedene Möglichkeiten, wie sich das Prinzip einsetzen lässt. Neben klassischen Chop-Cup-Ideen werden auch Anwendungen mit anderen Requisiten und unterschiedlichen Präsentationsansätzen erklärt. Das macht CHOP eher zu einem Werkzeug als zu einem einzelnen Trick.
Die Rückmeldungen anderer Zauberkünstler gehen in eine ähnliche Richtung. Besonders häufig werden die **einfache Handhabung**, die Praxistauglichkeit und die Möglichkeit gelobt, gewöhnlich wirkende Gegenstände einzusetzen. Gleichzeitig sollte man die Einfachheit nicht mit „ohne Übung“ verwechseln. Einige Bewegungen müssen sauber und beiläufig aussehen. Wer sie zu bewusst ausführt, kann schnell Aufmerksamkeit auf genau die falsche Stelle lenken.
Ein weiterer kleiner Kritikpunkt betrifft das Gimmick selbst. Wie bei vielen solchen Hilfsmitteln hängt die langfristige Haltbarkeit natürlich davon ab, wie intensiv man es benutzt. Für jemanden, der CHOP regelmäßig professionell einsetzt, wäre eine einfache Möglichkeit, Verschleißteile nachzukaufen, sicherlich praktisch.
### Fazit
CHOP gefällt mir vor allem deshalb, weil es zeigt, wie man einen **bewährten Klassiker sinnvoll modernisieren kann**. Die Methode ist einfach, der Effekt stark und die Einsatzmöglichkeiten sind überraschend vielseitig.
Wer einen völlig neuen magischen Plot sucht, wird hier vielleicht nicht überrascht werden. Wer dagegen gerne mit klassischen Prinzipien arbeitet und nach einer moderneren, natürlicheren Präsentationsform sucht, bekommt mit CHOP ein sehr interessantes Werkzeug.
**Stärken:** sehr einfach vorzuführen, vielseitig, natürlicher Look, umfangreiches Tutorial.
**Schwächen:** das Handling sollte trotz einfacher Methode geübt werden; das Gimmick ist naturgemäß ein Verschleißteil.
Für mich ist CHOP vor allem ein gutes Beispiel dafür, dass ein Trick nicht kompliziert sein muss, um stark zu sein.