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Bicycle USPPC

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Bicycle Playing Cards gehören zu den bekanntesten Spielkarten der Welt und sind seit Generationen eng mit Kartenspielen, Cardistry und Zauberkunst verbunden. Die Marke entstand Ende des 19. Jahrhunderts in den USA und entwickelte sich vom klassischen Rider-Back-Deck zu einer riesigen Welt aus Standard-, Sonder- und Sammlerdecks. Für Magier sind Bicycle-Karten besonders interessant: Das vertraute Design, die gleichbleibende Handhabung und die enorme Auswahl an normalen und speziell für Zauberkünstler produzierten Karten haben Bicycle zu einem Standard der Kartenmagie gemacht.

Bicycle Playing Cards gehören zu den bekanntesten Spielkarten der Welt und sind seit Generationen eng mit Kartenspielen, Cardistry und Zauberkunst verbunden.

Die Marke entstand Ende des 19. Jahrhunderts in den USA und entwickelte sich vom klassischen Rider-Back-Deck zu einer riesigen Welt aus Standard-, Sonder- und Sammlerdecks.

Für Magier sind Bicycle-Karten besonders interessant: Das vertraute Design, die gleichbleibende Handhabung und die enorme Auswahl an normalen und speziell für Zauberkünstler produzierten Karten haben Bicycle zu einem Standard der Kartenmagie gemacht.

Von einer Druckerei zur Spielkarten-Ikone

Die Geschichte hinter Bicycle beginnt bereits 1867 in Cincinnati, Ohio. A. O. Russell, Robert J. Morgan, James M. Armstrong und John F. Robinson Jr. gründeten dort Russell, Morgan & Co.

Das Unternehmen produzierte zunächst unter anderem Theater- und Zirkusplakate sowie Etiketten.

Anfang der 1880er-Jahre entschied sich das Unternehmen, in die Herstellung von Spielkarten einzusteigen. Das erste Kartenspiel verließ am 28. Juni 1881 die Produktion.

Die Marke Bicycle folgte einige Jahre später. Fahrräder erfreuten sich zu dieser Zeit in den Vereinigten Staaten wachsender Popularität. Bei der Suche nach einem Namen für eine neue Kartenserie schlug ein Mitarbeiter „Bicycle“ vor.

1885 war Bicycle Playing Cards geboren.

Die United States Playing Card Company

1891 wurde Russell, Morgan & Co. zunächst zur United States Printing Company.

Mit dem weiteren Wachstum des Spielkartengeschäfts wurde dieser Bereich 1894 ausgegliedert und zur United States Playing Card Company, besser bekannt als USPCC.

Im Laufe ihrer Geschichte wurde USPCC zum Zuhause zahlreicher bekannter Spielkartenmarken. Neben Bicycle zählen beziehungsweise zählten dazu Namen wie Bee, Aviator, Hoyle, KEM und Congress.

Seit 2019 gehört die United States Playing Card Company zur belgischen Cartamundi Group, einem der größten Spielkartenhersteller der Welt.

Warum heißen sie eigentlich Bicycle?

Hinter dem Namen steckt kein geheimnisvoller Code und auch keine Verbindung zur Zauberkunst.

Als die neue Kartenserie in den 1880er-Jahren entwickelt wurde, waren Fahrräder in den Vereinigten Staaten äußerst populär. Ein Mitarbeiter des Unternehmens schlug deshalb den Namen „Bicycle“ vor.

Das Fahrrad wurde anschließend zu einem festen Bestandteil der Markenidentität und findet sich bis heute in verschiedenen Elementen des klassischen Bicycle-Designs wieder.

Rider Back - ein Design, das fast jeder Magier kennt

Für Zauberkünstler ist wahrscheinlich kein Bicycle-Design bekannter als das klassische Rider Back.

Die charakteristische symmetrische Rückseite mit ihren Fahrrädern und Engeln entwickelte sich zu einem der bekanntesten Kartendesigns überhaupt. Das Rider-Back-Design wird seit 1887 produziert.

Für Magier hat seine Bekanntheit einen entscheidenden Vorteil: Ein Bicycle Rider Back sieht für das Publikum nach einem vollkommen normalen Kartenspiel aus.

Genau diese Vertrautheit machte das Deck über Jahrzehnte besonders attraktiv für Kartenzauberei.

Was bedeutet die berühmte 808?

Wer sich mit Bicycle-Karten beschäftigt, begegnet immer wieder der Zahl 808.

Um diese Zahl entstanden im Laufe der Jahre verschiedene Geschichten und Spekulationen. Die tatsächliche Erklärung ist wesentlich einfacher.

808 war eine Referenznummer, mit der Bicycle von anderen Kartenserien des Herstellers unterschieden wurde.

Kein geheimer Code und keine versteckte Botschaft - ursprünglich einfach eine Produktnummer, die mit der Zeit selbst zu einem Teil der Bicycle-Identität wurde.

Das berühmte Pik-Ass

Auch das Bicycle-Pik-Ass gehört zu den unverwechselbaren Elementen eines klassischen Decks.

Im großen Pik befindet sich eine weibliche Figur mit Schwert, Schild und Olivenzweig. Das Motiv wurde von Thomas Crawfords „Statue of Freedom“ inspiriert, die auf dem Kapitol in Washington steht.

Auf dem Pik-Ass beziehungsweise den Karten eines Bicycle-Decks finden sich außerdem Produktionscodes, anhand derer sich bei vielen Ausgaben Hinweise auf das Produktionsjahr bestimmen lassen.

Gerade bei älteren Bicycle-Decks können solche Details für Sammler interessant sein.

Bicycle und die Zauberkunst

Kaum eine Spielkartenmarke ist so eng mit moderner Kartenmagie verbunden wie Bicycle.

Ein Grund dafür ist die Kombination aus vertrautem Erscheinungsbild und guter Handhabung. Klassische Bicycle-Karten sind unter anderem für ihr Air-Cushion Finish bekannt, das ein geschmeidiges Mischen, Austeilen und Manipulieren der Karten ermöglicht.

Für Zauberkünstler kam jedoch ein weiterer entscheidender Faktor hinzu:

Rund um das Standarddesign entstand über Jahrzehnte ein riesiges Ökosystem aus Trickkarten, Gaff Cards und speziell präparierten Decks.

Dazu gehören beispielsweise:

- Invisible Decks
- Svengali Decks
- Stripper Decks
- Marked Decks
- Double Backers
- Double Facers
- Blank Face Cards
- Blank Back Cards
- Short Cards
- speziell bedruckte Gaff Cards

Dadurch können Magier normale und präparierte Karten miteinander kombinieren, ohne dass für das Publikum sofort ein sichtbarer Unterschied entsteht.

Das machte Bicycle zu weit mehr als nur einem gewöhnlichen Spielkartendeck - es wurde zu einem Werkzeug der Zauberkunst.

Vom Gebrauchsgegenstand zum Sammelgebiet

Bicycle bedeutet längst nicht mehr nur das klassische rote oder blaue Rider-Back-Deck.

Im Laufe der Jahrzehnte erschienen unzählige Sonderdesigns, Farbvarianten, Themen-Decks, Kooperationen, Jubiläumsausgaben und limitierte Editionen.

Einige wurden für den täglichen Gebrauch entwickelt, andere richten sich gezielt an Sammler.

Besonders interessant können sein:

- ältere, nicht mehr produzierte Bicycle-Decks
- versiegelte Vintage-Decks
- Limited Editions
- ungewöhnliche Farbvarianten
- historische Rider-Back-Ausgaben
- spezielle Magier-Decks
- Promotional Decks
- Werbedecks
- Jubiläumsausgaben
- seltene internationale Varianten

2025 feierte Bicycle beispielsweise sein 140-jähriges Bestehen mit einem speziellen 140th Anniversary Deck.

Für Sammler kann gerade die Kombination aus Design, Alter, Zustand, Auflage und Originalversiegelung den Reiz eines Decks ausmachen.

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Spielkarten mit ungewöhnlicher Geschichte

Bicycle und die United States Playing Card Company spielten sogar in einigen ungewöhnlichen Kapiteln der amerikanischen Geschichte eine Rolle.

Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete USPCC mit der US-Regierung an speziellen Kartenspielen für Kriegsgefangene. Bestimmte Karten konnten auseinandergelöst werden und verbargen Teile von Fluchtkarten.

In den 1960er-Jahren produzierte das Unternehmen außerdem spezielle Karten für die NASA, die mit einer feuerfesten Beschichtung versehen wurden.

Während des Vietnamkriegs wurden zudem spezielle Kartons mit Pik-Ass-Karten produziert. Das Pik-Ass wurde dabei im Rahmen psychologischer Kriegsführung eingesetzt.

Ein scheinbar gewöhnliches Kartenspiel besitzt also eine überraschend vielfältige Geschichte.

Bicycle heute

Heute ist Bicycle gleichzeitig Gebrauchsgegenstand, Werkzeug für Zauberkünstler, Cardistry-Deck und Sammelobjekt.

Das klassische Rider Back ist weiterhin erhältlich, während regelmäßig neue Designs und Sondereditionen erscheinen.

Für Magier bleibt Bicycle vor allem deshalb relevant, weil kaum eine andere Spielkartenmarke eine vergleichbare Verbindung aus Wiedererkennbarkeit, Handling, Tradition und einem riesigen Angebot an Trick- und Spezialkarten bietet.

Und für Sammler sorgt die enorme Zahl historischer und moderner Ausgaben dafür, dass es praktisch immer noch ein weiteres Bicycle-Deck zu entdecken gibt.

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