Annemann’s Mental Bargain Effects
Theodore “Ted” Annemann · 1935

Elf Mental-Effekte in einem kompakten Heft von 1935: Annemann und weitere Autoren verbinden schriftliche Gedanken, Kartenoffenbarungen und scheinbare Telepathie.
Elf Effekte in einem schmalen Heft
Annemann’s Mental Bargain Effects erschien erstmals 1935. Die verbreitete Ausgabe mit 16 Seiten enthält elf Beiträge von Theodore „Ted“ Annemann und weiteren Mitwirkenden. Das Heft versammelt einzelne Effekte; es ist kein vorgeschriebener Ablauf für einen vollständigen Mentalakt. Der geringe Umfang erleichtert den Überblick, bedeutet jedoch nicht, dass jedes Kunststück ohne Vorbereitung vorführbar ist.
Im Mittelpunkt steht der Eindruck, Informationen zu kennen, die dem Vorführenden eigentlich verborgen sein müssten. Notierte Gedanken, Spielkarten und Botschaften ermöglichen unterschiedliche Präsentationen dieses Grundgedankens. Damit bietet das Heft mehrere Ansatzpunkte für die Auswahl von Material, das zum eigenen Bühnencharakter passt.
Was das Heft enthält
Zum Inhalt gehören Diabolo Pellet Reading, The Modern Mindreader, Psychic Writing, Mental Masterpiece und The New Double Telepathy Routine. Hinzu kommen Greta Annemanns Eyes of the Unknown, 30th Century Television, Coincidence, Penetrating Vision, The Impromptu Mind Reader und GETIT! Neben Annemann werden unter anderem Hewitt und J. G. Thompson als Urheber genannt. Die Sammlung sollte deshalb nicht als elf Erfindungen eines einzigen Autors beschrieben werden.
Mental Masterpiece ist ein kartengestützter Effekt rund um eine nur gedachte Karte. Andere Beiträge beschäftigen sich mit schriftlichen Informationen sowie scheinbarer Gedankenübertragung oder Übereinstimmung. Gemeint ist jeweils die Wirkung auf das Publikum, keine Behauptung übernatürlicher Fähigkeiten. Wer eine umfassende Ausbildung sucht, sollte das Heft als gezielte Routinenquelle und nicht als vollständiges Mentalismus-Lehrbuch einordnen.
Praktische Arbeit mit dem Material
Sinnvoll ist es, zunächst einen Beitrag auszuwählen und aufzuschreiben, woran sich das Publikum anschließend erinnern soll. Danach lassen sich Handhabung, Anweisungen und Reihenfolge der Enthüllungen untersuchen. Eine kurze Erklärung kann gründliche Proben erfordern, besonders wenn schriftliche Informationen oder mehrere Zuschauer beteiligt sind.
Eine heutige Präsentation profitiert von einer klaren Ausgangssituation und Formulierungen, die zur eigenen Sprechweise passen. Vor dem Einsatz im bezahlten Programm sollte die Routine unter den vorgesehenen Bedingungen erprobt werden. Sichtbarkeit, Tempo und Requisitenführung sind ebenso wichtig wie das Verständnis der Methode. Dies sind Empfehlungen für die Arbeit mit dem Text, kein Versprechen eines fertig ausgearbeiteten modernen Vortrags.
Ausgaben und Kaufhinweise
Lybrary nennt 1935 als Jahr der Erstausgabe und 16 Seiten für seine PDF-Ausgabe. Auch gedruckte Nachdrucke werden häufig mit 16 Seiten angeboten; Trickshop führt dagegen eine digitale Fassung mit 14 Seiten. Die Seitenzahl allein beweist deshalb weder das Alter noch die Vollständigkeit eines unbekannten Exemplars. Verlag, Titelseite, Inhaltsverzeichnis und Format sollten zusammen geprüft werden.
Bei einem gebrauchten Heft helfen Fotos des tatsächlichen Exemplars, besonders von Falzrücken und Heftklammern. Achte auf lose Blätter, Notizen und Feuchtigkeitsspuren. Ein moderner Nachdruck kann als Arbeitsexemplar gut geeignet sein, sollte aber eindeutig als solcher bezeichnet werden. Das hier gezeigte Cover steht für eine Ausgabe, nicht für sämtliche Druckfassungen.
Quellen
[Lybrary – Ausgabe und Inhalt](https://www.lybrary.com/annemanns-mental-bargain-effects-p-97.html) · [Magic Inc. – Druckausgabe](https://www.magicinc.net/collections/hard-to-find/products/annemanns-mental-bargain-effects) · [Trickshop – digitale Ausgabe](https://trickshop.com/mental-bargain-effects.html)