202 Methods of Forcing
Theo Annemann · 1933

Theodore Annemanns Nachschlagewerk von 1933 versammelt Karten-, Zahlen-, Buch- und Objektforces - von improvisierten Griffen bis zu präparierten Spielen und Apparaten.
Ein Nachschlagewerk zu einem Grundprinzip
202 Methods of Forcing erschien 1933 bei Max Holden in New York. Theodore Annemann erweiterte sein früheres Heft 101 Methods of Forcing zu einem kompakten, 35 Seiten starken Arbeitsbuch für Zauberkünstler und Mentalisten. Eine Force lässt eine Entscheidung frei erscheinen, obwohl der Vorführende das Ergebnis kennt oder steuert. Das Buch ist deshalb kein Programm fertiger Tricks, sondern ein Werkzeugkasten.
Der Titel braucht eine Erläuterung. Die nummerierten Einträge reichen bis 194; mehrere Verfahren zum Austausch ganzer Kartenspiele werden zusätzlich gezählt, sodass 202 entsteht. Annemann weist selbst auf die schwierige Einteilung hin. Jean Hugard half, ungefähr 25 der später ergänzten Methoden aufzuspüren.
Aufbau des Inhalts
Der erste große Teil behandelt gewöhnliche Spielkarten. Dazu gehören klassische, Zähl- und Buchstabierforces, Bottom- und Top-Forces, Messerforce, Taschenwahl, Riffle- und Cross-Cut-Verfahren sowie Lösungen mit Würfeln, Hüten, Umschlägen und Kartenschachteln. Technischere Methoden nutzen Palmage, Pass und Falschgeben. Einige kontrollieren das Ergebnis sicher; andere sind Wahrscheinlichkeitslösungen und benötigen einen guten Ausweg.
Danach folgen präparierte Spiele: Svengali, Menetekel, Long-and-Short, Short Card, geklebte und umgedrehte Spiele, Rough-and-Smooth sowie markierte Karten. Eine kleinere Gruppe beschreibt Deckwechsel über Kleidung, Taschen, Tisch, Chair Servante, Tablett, Schachtel oder Spiegelglas. Der Zahlenteil enthält 1089, Kalender- und Additionsforces sowie Verfahren mit Würfeln, Visitenkarten, Uhren, Zahlenkarten, Tafeln und Büchern. Der Schluss überträgt das Prinzip auf Münzen, Farben, Umschläge, Seiten, Wörter und weitere Gegenstände.
Sinnvoll mit der Sammlung arbeiten
Nicht jede Methode ist gleich stark oder für heutige Zuschauer geeignet. Verglichen werden sollten Vorbereitung, Sicherheit, Winkel, Reset, Zuschauerzahl, örtliche Bedingungen und Folgen eines Fehlschlags. Eine psychologische oder wahrscheinliche Force braucht einen Out. Eine mechanische Lösung kann zuverlässiger, aber weniger untersuchbar sein. Grifftechnik arbeitet mit normalen Gegenständen, verlangt jedoch Übung und natürliches Timing.
Besonders nützlich ist das Buch für Künstler, die den gewünschten Effekt bereits kennen und mehrere Wege zu derselben kontrollierten Wahl suchen. Zugleich dokumentiert es, wie weit Annemann den Begriff Force fasste: Karten, Zahlen, Seiten, Wörter, Personen, Farben und Gegenstände.
Historische Grenzen und Sammlerhinweise
Die Sammlung ist historische Fachliteratur und kein Versprechen, dass jede Methode unverändert funktioniert. Sprache, Requisiten und Inszenierung müssen oft angepasst werden. Die Max-Holden-Ausgabe von 1933 wird üblicherweise als geheftetes Heft mit 35 Seiten beschrieben. 101 Methods of Forcing ist eine eigenständige frühere Veröffentlichung; spätere Paperbacks, Faksimiles, Übersetzungen und digitale Ausgaben unterscheiden sich deutlich.
Bei alten Exemplaren sollten Verlag, Jahr, Titelblatt, Vollständigkeit, Klammern, Falzrücken, Notizen und lose Blätter kontrolliert werden. Der bleibende Wert liegt im breiten Vergleich und in der Aufforderung, die Methode an die tatsächlichen Bedingungen anzupassen.